Deine Zusammenarbeit mit einer Virtuellen Assistenz (VA)

Virtuelle Assistenz gesucht?

Kein Problem, ein Begriff, der vor ein paar Jahren noch nicht so geläufig war, ist heute an jeder Ecke zu finden: Virtuelle Assistenz, kurz VA! Aus allen möglichen Ländern, mit allen möglichen Sprachen und allen möglichen Fähigkeiten findet man online auf diversen Jobplattformen viele Virtuelle Assistenten. Aber was hat es damit auf sich? Was macht eigentlich eine Virtuelle Assistenz? Was sind die Herausforderungen in der Online-Welt und wie kann man diese überwinden? Wie findet man überhaupt eine für sich passende VA?

Fragen über Fragen, denen wir heute auf den Grund gehen, um für dich die perfekte Virtuelle Assistenz zu finden. Ich selbst arbeite nämlich schon einige Jahre als virtuelle Assistentin und konnte dadurch sehr viele Antworten auf deine Fragen finden! 

Eine VA: Was ist das eigentlich genau?

Bevor es losgeht, sollten wir die Begrifflichkeiten klären: VA steht für Virtuelle Assistenz und ist eine sehr geläufige Kurzform. Es bedeutet, dass du eine rechte Hand an deiner Seite hast, die dich bei allen möglichen anfallenden Aufgaben unterstützt – Eben eine Assistenz bzw. altmodisch SekretärIn genannt! Bei der Virtuellen Assistenz im Vergleich zur “normalen” Assistenz ist der Unterschied, dass sich die Arbeitswelt online abspielt – Also in der Regel triffst du deine VA nicht persönlich (zumindest nicht regelmäßig). Alles wird Online, per Mail oder per persönlichem Gespräch via Zoom, Skype, Whatsapp & Co abgestimmt. Die vertragliche Arbeitszeit und das Anstellungsverhältnis ist dabei recht flexibel: Du kannst das ganz nach deinen Wünschen und den Wünschen deiner VA einteilen. Vollzeit, Teilzeit, nur für ein paar Stunden die Woche oder nur für ein bestimmtes Projekt: Die Möglichkeiten sind sehr vielseitig. Übrigens, was denkst du, wie viele Virtuelle Assistenten es mittlerweile auf der Welt gibt? Satte 35.000 VA’s, wenn man den Schätzungen Glauben schenkt!

Was genau macht eine Virtuelle Assistenz?

Hier ist eigentlich die bessere Frage “Was macht ein Virtuelle Assistent nicht?” Das Aufgabengebiet ist sehr breit gefächert und umfasst alles von Termin- und Reiseplanung bis hin zu Social Media Content-Aufbereitung, Customer Support, Recherchearbeiten, Präsentationserstellung, Pressearbeiten und weitere Büroaufgaben. Je nachdem für welchen Bereich dein Unternehmen tätig ist, kannst du dir auch spezialisierte VA’s holen, denn: Immer mehr VA’s setzen ihren Fokus auf Nischen. Die einen legen ihren Fokus auf Webseiten (und unterstützen dich in Sachen WordPress), die anderen sind auf Texte und Copywriting spezialisiert und wieder andere haben Social Media zu ihrem Hauptgeschäft gemacht. (So ich wie ich zum Beispiel, ich habe meine Freude zum Beruf gemacht und unterstütze Unternehmen nicht nur beim Aufbau ihrer Social Media Kanäle sondern coache auch Selbstständige und Unternehmer wie man sein Instagram-Profil richtig aufsetzt.) Letztendlich ist die Frage nicht unbedingt, was eine VA genau macht, sondern was genau du benötigst: Es ist also sehr wichtig, dass du genau formulierst, welche Art von Support du benötigst.

Mehr Tipps du diesem Thema habe ich in meiner Onboarding-Folge auf Instagram Teil 1. für dich parat.

Dein flexibler Arbeitsvertrag: Vorteile einer VA

Meist ist das Arbeitsverhältnis mit einer Virtuellen Assistenz auf freiberuflicher Basis, das bedeutet als Auftraggeber bezahlst du nur für die geleistete Arbeit. Es fallen keine Mietkosten an, da die VA von überall aus arbeitet (wie ich z.B. von Bali!). Man spart sich eine Menge sonstiger Personalkosten und Abgaben: Du bezahlst die Rechnung und fertig! 

 

Oft spricht eine virtuelle Assistentin gutes Englisch, da sie am reisen ist oder im Ausland lebt – Diese Sprachkenntnisse können auch dir zu Gute kommen. (Das ist nicht immer der Fall, manche VA’s sind nur in Deutschland bzw. in ihrem Heimatland ansässig). 

 

Gute VA’s sind Allrounder: Durch die Flexibilität, welche die VA ihrem Auftraggeber (und sich selbst) gewährt, ist er/sie in der Regel ein wahrer Jongleur und ein großes Organisationstalent. 

* Außerdem kannst du dir das perfekte Talent – passend auf dich zugeschnitten – aussuchen. Wärst du räumlich begrenzt, dann hast du nur eine Auswahl an einer Hand voll Leute. Bist du örtlich unbeschränkt, kannst du dir genau die Person aussuchen, die zu dir passt!

Ab wann macht es Sinn eine VA zu beschäftigen?

Kurz: Sobald du das Gefühl hast, dass du mittel- bis langfristig deine Tätigkeiten nicht mehr bewältigen kannst oder auch, wenn du merkst, dass Wachstum in deinem Unternehmen angesagt ist! Dadurch, dass die Arbeitsplätze so flexibel gestaltbar sind, kannst du dir schon für ca 3-4 Stunden / Woche eine VA holen – Umso mehr Aufträge du an Land ziehst bzw. umso mehr Umsatz du machst, desto schneller kannst du dann auch die wöchentliche Stundenzahl erhöhen bzw. das Arbeitsverhältnis verlängern. Die Arbeitsmodelle sind wie gesagt recht flexibel!

Wo findet man eine (gute!) VA? 

Die Suche nach einer guten VA kann manchmal der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen ähneln. Der Markt und die Online-Marktplätze sind voll davon und so kann es manchmal zur Herausforderung werden, den richtigen Support zu finden. Einmal Google höchstpersönlich befragt, bekommt man eine Agentur nach der anderen vorgeschlagen. Diese vermitteln zwar schon gute Experten, allerdings darf man dafür oft etwas tiefer in die Taschen greifen, da diese natürlich auch ihre Provision bzw. Vermittlungsgebühr abzwacken. Hier sind meine Tipps, wie ich bisher meine Klienten gefunden habe:

  • Empfehlung: Frag dein Netzwerk. Auf Facebook, Instagram, LinkedIn oder einfach so im Freundes- und Berufskreis. Erkundige dich nach den Erfahrungen mit VA’s. So weißt du aus erster Hand, wie die VA arbeitet, wie die Kommunikation ist und wie viel man davon profitieren kann. 
  • Facebook Gruppen: VA’s zählen (oft) zu der Kategorie “Digitaler Nomade” – Also Menschen, welche ortsunabhängig arbeiten. Speziell für VA’s als auch für Digitale Nomaden gibt es zahlreiche Gruppen, in denen man die passende VA suchen & finden kann. 
  • Schwarze Bretter von Universitäten: Online und Offline kannst du auch dort Inserate schalten bzw. anschauen! 
  • Online-Plattformen: www.upwork.com oder www.freelancer.com sind zwei sehr bekannte und renommierte Plattformen. Aber einmal inseriert, bekommst du hier 100+ Jobanfragen – Dort herrscht ein Überangebot an VA’s! Wenn du dich für eine dieser Plattformen entscheidest, ist es wichtig, dass du so präzise wie möglich in deiner Stellenbeschreibung bist. Du kannst die Bewerber auch bitten, die Bewerbung mit einem besonderen Wort zu beginnen (andernfalls wird sie nicht gelesen!). Das mag etwas eigentümlich klingen, aber so kannst du schnell die ernst gemeinten Bewerbungen herausfiltern. 

Ich persönlich habe meine Kunden in Facebook Gruppen gefunden. Wie das genau passiert ist und noch mehr Input von meiner Seite findest du hier auf meinem Instagram Kanal. 

VA wie Sand am Meer: Was macht eine gute VA aus

Hier noch ein paar Tipps, worauf du bei deiner VA achten solltest. Vorab: Der Stundensatz sagt nicht immer etwas darüber aus, wie gut die VA auch ist. Natürlich – Erfahrung hat seinen Preis, aber es kann sich auch lohnen einen “Neuling” einzustellen. Bei Billigangeboten oft aus dem süd-östlichen Raum Asiens musst du genau hinschauen. Die Arbeitsweise ist oft nicht mit unser Deutschen zu vergleichen. Für bestimmte Tätigkeiten kann dieser Support jedoch recht hilfreich sein. 

  • Referenzen: Hat deine VA Referenzen und Bewertungen?
  • Web-Auftritt: Ein Webauftritt der VA ist natürlich nicht zwingend notwendig, aber dadurch kannst du dir schon mal einen super Eindruck über die Expertise und die Person an sich verschaffen.
  • Zeitzone: Da viele VA’s auch digitale Nomaden sind, achte darauf ob du jemanden benötigst, der in der gleichen Zeitzone ist (für Calls, etc.) oder aber gewillt ist in der deutschen bzw. deiner jetzigen Zeitzone zu arbeiten. 
  • Spezialisierung: Passen die bisherigen Tätigkeiten der VA mit denen zusammen, die du outsourcen möchtest? 
  • Gefühl: Auch das Gefühl ist sehr wichtig – Was ist dein erster Eindruck auf der Webseite und beim persönlichen Bewerbungsgespräch? 
  • Probezeit: Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du mit der VA vereinbaren, dass ihr eine gewisse Zeit auf Probe arbeitet, um zu sehen ob ihr harmoniert (ggf. 2-4 Wochen, sodass du einen guten Eindruck bekommst). 

Wie läuft das Onboarding einer VA ab?

Kommunikation ist das A & O, bei der alltäglichen Arbeit genauso wie beim Onboarding. Es ist wichtig, dass ihr beiden alle Formalitäten (Verträge, etc.) klärt und eine gute Einarbeitung in die Themengebiete macht. Nach meiner jahrelangen Erfahrung als virtuelle Assistentin habe ich euch hier ein paar wichtige Onboading-Punkte Zusammengestellt: 

  • Arbeitsvertrag bzw. Freelancer Vertrag abschließen (du findest auch viele Vorlagen auf Google)
  • Zugänge für deine Tools: Instagram, Facebook, Mails, WordPress – All das funktioniert nur mit den richtigen Zugriffsrechten
  • Style Guide, Tone of Voice Guide, Branding Guidelines: Umso mehr Infos du hast, desto besser kann sich die Person einarbeiten 
  • Team & Firmeninfos: Stellt euch alle gegenseitig vor, erzähle was über die Geschichte und die Zukunft des Unternehmens
  • Klare Aufgaben, Erwartungen und Milestones formulieren: Nur so kann man sehen, wie effizient man arbeitet

PS: Schau dir auch gerne mal meine Onboarding-Serie auf Instagram an: Dort gebe ich dir einen Einblick darüber, wie du einen reibungslosen Umgang schaffst und dafür sorgst, dass ihr schnell ein Dream Team werdet.

Mögliche Herausforderungen bei der Zusammenarbeit mit einer VA

“Virtuelles Arbeiten ist mir zu unpersönlich”

“Beim Online Arbeiten sehe ich nicht, was die Person macht”

“Man kann keine Struktur aufbauen, wenn man sich nicht sieht”

“Ich kann in unterschiedlichen Zeitzonen nicht mit einer Person arbeiten”

 

Die Reihe der Vorurteile ist sehr lang. An manchen ist auch was dran und ja – es kann sein, dass das virtuelle Arbeiten (anfangs!) ein paar Herausforderungen mit sich bringt. Aber wenn du die richtigen Vorkehrungen triffst und dich in die “Sache” einarbeitest, dann wirst du sehen, dass die Herausforderungen schnell zu Vorteilen werden.

 

Virtuelle Zusammenarbeit ist alles andere als unpersönlich: du kannst dich via Zoom, Skype, Whatsapp & Co unterhalten, dich über die Aufgaben austauschen, mal einen kleinen Kaffeeplausch abhalten und genauso gut kommunizieren wie im Büro. 

 

Wenn du das Gefühl hast, “dass du nicht siehst, was die Person genau macht”, dann solltest du diesem Gefühl etwas Raum geben, da es etwas dauert, bis Vertrauen aufgebaut ist. Es geht schließlich nicht darum, eine Virtuelle Assistentin zu kontrollieren (auch wenn natürlich Kontrolle der Aufgaben notwendig ist), sondern eher darum, dass du sie gut einarbeitest und sie dann selbstständig ihre Aufgaben übernehmen kann. 

 

Struktur liegt ebenfalls in deinen Händen und hat wenig mit Online- und Offline zu tun. Deine Daten liegen vermutlich auf einem Drive – Hier ist es wichtig, dass du dein System logisch aufgebaut hast.

 

Das mit der Zeitzone kann ein Problem sein, muss aber nicht. Wenn die Tätigkeiten der VA zeitunabhängig sind, wie z.B. Instagram Posts schedulen, dann ist das egal, wann das gemacht wird. Sobald jedoch die Uhrzeit eine wichtige Rolle spielt, musst du mit deiner VA ein Arbeitszeitfenster erstellen, in der die Aufgaben erledigt werden müssen. Auch hier gilt: Kommunikation ist das A&O. 

 

Mehr zum Onboarding findest du in meiner Social Media Reihe.

Darf ich vorstellen: Ich bin Nicole, virtuelle Assistentin! 

“Wer loslässt hat beide Hände frei” & kann sich dann endlich auf’s Wesentliche konzentrieren, auf das was Spaß macht. Und genau dafür bin ich da: Ich bin Nicole, virtuelle Assistentin & Instagram Spezialistin. Ich möchte dir den Rücken frei machen (& frei halten!)  und dich mit meinen VA-Services unterstützen.

Ich bin seit mehreren Jahren in diesem Berufsfeld tätig und unterstütze meine Klienten bei den ersten Schritten in die Online Welt. Außerdem teile ich gerne meine Expertise in Sachen Social Media Marketing mit dir und unterstütze dich beim Aufbau und Weiterentwicklung deiner Social Media Strategie. Auch Community Management, Online-Kurs-Erstellung mit Elopage, Newsletter-Marketing uvm. fallen in meine Aufgabengebiete.

Wahre Stärke liegt nicht darin alles selber zu machen, sondern an die richtige Person zu delegieren!

Also: Worauf wartest du noch? Ich freue mich von dir zu hören!

Blogartikel schreiben über meine Story

Von Bonn nach Bali als virtuelle Assistenz (auf dem Weg zur Unternehmerin!)

Guten Morgen 🤩

Schon beim Aufwachen früh am Morgen habe ich tolle Ideen für meine Klienten und für mein eigenes Business im Kopf. Nach meiner morgendlichen Routine und meinem schwarzen Tee wird der Computer aufgeklappt und los geht’s mit den Tasks: Für einen Klienten Instagram Posts vorbereiten, eine Stunde später steht ein Coaching Gespräch mit einer Kundin auf dem Plan und vor dem Mittagessen kann ich noch ein Stündchen einen Online-Kurs schauen, in den ich investiert habe. (Man lernt schließlich nie aus!). Alle übrige Zeit verbringe ich gerade damit, mein eigenes Business aufzubauen.

So oder so ähnlich sehen die Tage bei mir aus, in letzter Zeit öfter im Home Office, manchmal in einem schicken Cafe in Canggu. Ich habe die wundervolle Freiheit, mir alles nach Lust und Laune frei gestalten zu können. Ich kann aufstehen wann ich will, (meistens arbeiten wann ich will) und vor allem kann ich mir alles so einteilen wie ich möchte.

Versteht mich nicht falsch: Das heißt nicht, dass ich bis 11 Uhr vormittags schlafe, um 2 anfange zu arbeiten und um 4 schon wieder Feierabend mache. Im Gegenteil. Dieses Leben bedeutet sich alles frei einteilen zu können, aber nicht auf der faulen Haut zu liegen. 

Am Meer leben, jeden Tag essen gehen & das für unter 800 Euro im Monat

 

Bali ist nicht nur bei Urlaubern und Backpackern beliebt, sondern mittlerweile ein richtiger Hotspot für digitale Nomaden. Ich bin aber nicht nur hier hergekommen, weil ich hier günstig leben und arbeiten kann. Damals, als ich die Gedanken vom Sprung aus Sicherheit in die (damals unsichere) Freiheit hatte, war das Thema “Digitale Nomaden” noch gar nicht so präsent. Das erste mal Bali war bei mir ein ganz normaler Urlaub. Damals dachte ich mir noch “Ach, die Welt ist groß, jetzt schau ich mir erstmal andere Länder an.” Der Spruch “das Leben passiert, wenn wir Pläne machen.” hat sich bei mir bewiesen: Denn 5 Monate später war ich wieder auf Bali, wieder im Urlaub. Dort habe ich dann tolle Menschen kennengelernt, mit denen sich eine tiefe Freundschaft entwickelt hat, die bis heute anhält. Ich war ganz fasziniert von der Kultur, dem Lifestyle und hatte einfach ein super gutes Gefühl. Bali ist schnell mehr als ein Urlaubsort oder ein “Ort an den jeder fährt” für mich geworden: Heute ist Bali mein Zuhause. Im Moment lebe ich hier für weniger als 800 Euro im Monat – Das geht natürlich auch noch günstiger, bis vor kurzem hatte ich monatliche Kosten von 600 Euro. 

Home Sweet Home, Canggu.

Wer schon mal mehr als einmal auf Bali war, weiß wie schnell sich alles entwickelt. Ich lebe hier inmitten von einem guten Mix aus Expats und Locals, es gibt ein Cafe nach dem anderen mit tollen Angeboten (und natürlich gutem Internet), ein Meer an Coworking-Spaces und natürlich den Strand, Wellen zum Surfen, und ein Meer an Reisfeldern zum spazieren, radfahren oder einfach nur, um sich beim bloßen Anblick davon verzaubern zu lassen. Aber: Da ist noch viel mehr als das! 

Stress ist ein (selbst) gemachtes Problem. Hier auf Bali lernt man jeden Tag so viel über’s Leben. Was ist wirklich wichtig im Leben, die Werte, die Gemeinschaft: Respekt für Mitmenschen und Gemeinschaft wird hier nämlich ganz groß geschrieben. Zum einen kann man hier viel mehr man selbst sein und zum anderen bekommt man immer wieder vorgelebt, was die wichtigen Dinge im Leben sind. 

Hast du eine Frage zum Leben und zur Kultur auf Bali? Poste mir gerne deine Frage unter meine Story

Aus dem Biologie-Labor zur Virtuellen Assistenz: Was ich kann, kann jeder. 

Vor noch ein paar Jahren hätte ich mir das Leben, welches ich heute lebe, kaum erträumen lassen. 2010 habe ich habe Abi gemacht und dann erstmal Biologie studiert – richtig gehört, Biologie! Nicht BWL, Marketing oder etwas, was eine Grundlage für meinen heutigen Job als virtuelle Assistenz sein kann. Während des Bio-Studiums war es für mich da erste mal an der Zeit, etwas länger ins Ausland zu gehen: Ich war in Schottland und habe dort gemerkt, wie viel mehr da draußen in der Welt noch ist. Nach meinem Studium ging alles in Richtung Master, aber die Alarmglocken in mir wurden immer lauter und lauter. Zwar gab es schon gute Jobs (dafür brauchte man allerdings einen Master), aber was den Ort betrifft, hatte man kaum eine Wahl. Wollte ich mich so einschränken lassen? Der Job an sich im Labor machte mir ja schon Spaß, aber das Drumherum? Soll es das gewesen sein? Nein, für mich hieß es Richtungswechsel. (Aber es war noch nicht an der Zeit, mein Inselleben hier zu beginnen!) Ich bin in eine andere Richtung gegangen und habe eine kaufmännische Ausbildung angefangen. Aber du glaubst gar nicht, was ich mir alles anhören durfte: “Die ganze Arbeit umsonst.” “Jetzt verlierst du doch so viele Jahre, und wie sieht das überhaupt in deinem Lebenslauf aus?” Und und und…. ich durfte mir so viel anhören… Gott sei dank habe ich es trotzdem durchgezogen (und das möchte ich auch dir wirklich ans Herz legen, denn am Ende ist es DEIN Leben!). Mal ehrlich, in der Schule lernen wir doch oft nur Fakten und rationales Denken – aber seinem Gefühl und seiner inneren Stimme zu folgen, war eines meiner größten Learnings, die ich bisher machen durfte! 

Selbstständig? Ich? Nö, niemals!

Ich meiner Ausbildung war ich eigentlich ganz glücklich. Ich hatte viel zu tun und habe sehr schnell sehr viel Verantwortung bekommen. Ich habe den Einkauf übernommen und auch andere Bereiche mit abgedeckt. In dieser Zeit bin ich das erste mal alleine verreist, nach Portugal und ein Jahr später ging es dann auch schon nach Bali. Hier bin ich das erste mal richtig in Kontakt mit digitalen Nomaden gekommen. Geld verdienen und von überall auf der Welt arbeiten? Instagram zum Beruf machen und dadurch sich seinen Lebensunterhalt verdienen? Ich war total fasziniert. Aber ich hatte ständig Sätze ich Kopf wie “Ich bin ja kein Grafik Designer, der von überall aus arbeiten kann” oder “ich kann ja nichts, wo ich nicht ins Büro muss”. 

Die Zeit verging und mir war nach einem Jobwechsel. Ich dachte ich hatte “den 6er im Lotto”: Perfekter Job, gute Bezahlung, liebe Kollegen, Gleitzeit – das Rundumpaket in Sachen Sicherheit. Aber glücklich war ich irgendwie nicht. Soll es das jetzt gewesen sein? Mach ich jetzt die nächsten 40 Jahre das Gleiche? Bin ich jetzt bis auf meine 30 Tage Urlaub im Jahr hier “eingesperrt”? Und schon war er da, der Klos im Hals. Ich war erschrocken, hatte Angst und war verwirrt – Weil irgendwie stand ich mit meinen Gedanken alleine da… 

Lange Nächte im Internet und viele Recherchen mit Herrn Google höchstpersönlich haben mich dann zu dem Begriff “Virtuelle Assistenz” gebracht. “Hmmmm: Moment mal, wäre das nicht was für mich? Virtuell heißt ortsunabhängig und Assistenz – im Büro habe ich bereits Erfahrung!” Ein paar Blogartikel, Youtube-Videos und Bücher später war klar: Ich bin virtuelle Assistenz und bau mir darum mein Leben auf. Sehr schnell habe ich dann meinen ersten  Instagram Kurs bei einer Freundin gemacht, die ich bei meiner ersten Balireise kennengelernt habe (Wir sind übrigens heute noch befreundet!). 2 Monate später hatte ich meine Gewerbeanmeldung in der Tasche: Darf ich vorstellen? Nicole, Virtuelle Assistentin und Einzelunternehmerin! Yes – Der erste Grundstein war gelegt! 

Selbstständig? Ich, na klar: Ich bin jetzt Virtuelle Assistentin & Einzelunternehmerin!

Da war ich nun! Ich glaube einfach, dass man oft nicht weiß, was man wirklich möchte, bzw. gibt seinen Gedanken oft nicht genug Raum. Das was ich nicht wollte, macht mir heute die größte Freude. Den Spruch ‚trust the timing of your life‘ habe ich mir ganz groß in mein Notizbuch geschrieben. Denn oft kommt alles anders, als man es vielleicht plant. Ich war schon in den Startlöchern und habe alles für meinen Bali-Trip geplant. Bei meinen Reisevorbereitungen bin ich dann auf ein Marketing-Praktikum gestoßen! Geplant hatte ich das nicht, aber es hat sich so gut angehört, dass ich mich einfach mal darauf beworben habe. “Probieren kann ich’s ja mal” dachte ich mir. Nach 3 Tagen hatte ich auch schon ein Vorstellungsgespräch und tadaaa: Ich hatte mein erstes Praktikum auf Bali in der Tasche. Ich bin so dankbar für diesen Schritt, in dieser Zeit habe ich so viel Einblicke in die Welt des Online-Marketings bekommen – und ich war auf Bali – Nahe am Meer, Sonnenschein die meiste Zeit, tolle Leute: Auf einmal wurde mein Traum zur Wirklichkeit.  Danke nochmal an Anna und ihr Team von Paradise Interns an dieser Stelle! 

Okay und jetzt? Eine Reise von Freude, Mut & Angst

Oft werde ich gefragt, ob denn keine Angst habe… und die Antwort lautet: Ja klar. Die Angst ist gut und wichtig: Man darf sich davon nicht aufhalten lassen. Natürlich war ich mir unsicher, natürlich habe ich mich gefragt, wie ich wohl Klienten finde und natürlich habe ich gezweifelt. Die Kunst ist glaube ich, es trotzdem zu machen und die Angst eher als Begleiter zu sehen. Mich hat meine Angst dazu geleitet, mir einfach mal mein Worst Case Szenario auszumalen: Ich habe mir alles auf ein Stück Papier geschrieben und dann gemerkt, “so schlimm ist das ja gar nicht”. Mich meiner Angst zu stellen hat mir geholfen, mehr vertrauen in mich zu finden. Und jetzt, 2 Jahre später, wendet sich das Blatt für mich immer und immer wieder: Am Anfang habe ich mich aktiv damit beschäftigt, Kunden zu suchen. Jetzt ist es so, dass Kunden mich finden. Ich habe alles alleine gemacht, vor kurzem jedoch durfte ich meine erste Praktikantin anstellen. Anstatt nur als virtuelle Assistentin zu arbeiten, entwickle und verkaufe ich bereits meine ersten Produkte und Coache Instagram-Neulinge mit “How to start your profile right”. Entwicklung und Wachstum ist das A & O. 

Meine größten Learnings für dich

  • Geduld mit sich selbst und dem Business: Manche Dinge passieren über Nacht, andere brauchen ein paar Monate, gar Jahre. Der Prozess liegt im Wachstum. 
  • Weiterbildung: Es ist wichtig, dass du nicht stehen bleibst und dich immer weiterbildest. Es ist wichtig (in den meisten Branchen) up to date zu bleiben. Stillstand passiert nur, wenn du aufhörst Wissen aufzusaugen. 
  • Nicht den Kopf in den Sand stecken: Eine Achterbahnfahrt im Leben ist ganz normal. Es ist wichtig, dass du auf dich hörst und dir selbst vertraust.
  • Akzeptanz: Es ist wichtig, zu wissen, das “schlechte Phasen” ganz normal sind und einfach zum Leben dazu gehören. Morgen sieht die Welt wieder anders aus! 
  • Lerne dich selbst kennen: Beobachte deinen Rhythmus, arbeitest du lieber morgens, lieber abends, am Wochenende, unter der Woche. Lerne dein Verhalten und deine Vorlieben besser kennen! 
  • Suche dir ein Vorbild und ein Negativ-Vorbild: Wie möchtest du sein, und wie möchtest du nicht sein? Beide Personen können dich dazu inspirieren, genau die Person zu werden, die du sein möchtest. ⠀⠀

Mein Geheimtipp: Mein Mindset

Wir haben alle unsere Höhen und unsere Tiefen. Das Leben ist nun mal nicht immer Sonnenschein (auch wenn ich hier in Bali sehr viel davon habe!). Ich lebe das alles mit Dankbarkeit und Demut: “Ist das wirklich wahr?” “Wow, jemand will von mir etwas lernen!” Ich bin für alles, was ich erlebe und lerne sehr dankbar. Alles ist ein Wachstum. Wachsen ist für mich das normalste der Welt. Ich möchte dich dazu ermutigen, das Gleiche zu tun. Also deine Träume zu leben. Es gibt auch eine andere Sicherheit, als die in dem System zu leben. ⠀⠀